Nach dem Tag in Tokio machten wir uns auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ziel, das Niigata-Gebiet. Dort sollten wieder einige tolle Koi auf uns bei den Züchtern warten. Obwohl es das sechste Mal ist in Japan, ist der erste Tag immer besonders. Wir starteten den Tag früh und besuchten sofort auch einen Züchter der bekannt ist für seine tollen Kohaku, Torazo. Der kleine Stopp auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ziel Maruhiro, lies die Augen von uns erstmal weit öffnen. Genau das ist der Grund dafür, selber nach Japan zu fliegen und so schöne und selten in Europa zusehende Koi bestraunen zu dürfen.

Aber genug geguckt, weiter ging es zu Maruhiro mit dem wir bereits einen Termin abgemacht haben. Nach einem gemütlichen Kaffee zeigte er uns seine Sieger der Alljapan Koishow 2016. Dazu muss man sagen, dass er von elf ausgestellten Koi neun mit einem 1. Platz wiedergeholt hat. Diese Quote ist besonders für einen Züchter der das erste Mal auf der bedeutsamten Koishow ausstellt eine hervorragende Leistung. Nach einem kurzen Überblickt über seine Qualität und Varietäten Vielfalt haben wir uns entschieden einige Nisai (2-jährige) zu selektieren.

 

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Hier noch ein kleines Video des Showbeckens von Maruhiro, hier schwimmen einige seiner Champignons.

Nach diesem guten Start ging es dann auch gleich weiter. Wir suchten Yagenji auf und sind wie in jedem Jahr von seiner Anlage positiv beeindruckt. Das leichte Chaos, welches sich bei den anderen Züchtern häufig einfindet, sucht man hier vergebens. Die gepflegte Anlage, das super klare gesunde Wasser und die tollen Koi luden uns nach einem weiteren Kaffee mit den Yagenji Brüdern zum Kauf ein.

 

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Das Resultat waren drei Koi mit ca. 70 cm Länge. Davon zwei Yonsai (4-Jährig) Shiro Utsuri und Ginrin Tancho Kohaku und ein Sansai (3-Jährig) Doitsu Karashi. Alle drei Koi haben das Potenzial die 80cm Marke zu erreichen.

 

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Das war bisher ein sehr erfolgreicher Tag, also ab zum Mittag essen. Die Mägen knurrten schon und bisher blieb wenig Zeit zur Erholung. Also ging es los zum nächstgelegenden Restaurant.

 

 

 

Gut gesättigt und wieder vollgetankt ging es zu Miyatora. Vor Ort angekommen mussten wir leider gegen unserer Erwartung feststellen, dass in diesem Jahr wohl keine seiner Koi zu uns kommen werden. Leicht enttäuscht von den vielleicht zu hohen Erwartungen machten wir uns auf den Weg zu Marusei, hier würde man doch was finden. Dazu sollte man aber auch wissen, was man genau sucht. In der riesigen Halle angekommen haben wir nur kurz in die Becken geschaut und uns auf den Weg zu Hirashin gemacht. Seine Yamabuki und Chagoi zählen schon seit Jahren zu einem geheim Tipp und das nicht nur bei Kunden aus Europa. Gesagt getan, wir fuhren nur wenige Minuten weiter zu Hirashin und wurden auch fündig.

 

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Ein langer Tag neigte sich dem Ende. Teilweise lies die Anspannung des Tages nach, als wir am Abend beim Bierchen und gutem Essen zusammen den Tag Revue passieren liesen. Bereits am ersten Tag hatten meine beiden Begleiter auch schon zugeschlagen und wurden mit tollen Koi belohnt.